Seminar „Die Puppe als Partner“ im Szenario

 

Wieder einmal war unser Thema die Puppe als Medium in der Kommunikation. Es kamen Geschichtenerzähler, eine Lehrerin, eine Krankenschwester und Klinikclowns, die in ihrer Arbeit ganz unterschiedlichen Menschen begegnen: kleinen und großen, jungen und alten Menschen. Gemeinsam war ihnen allen die Erfahrung, dass es schwierige Situationen gibt, in denen man nur sehr schwer an das Gegenüber herankommt.

Wie kann man ein krankes Kind trösten und aufmuntern, eine gestresste Betreuerin zum Lachen bringen, einem Schüler die Nachhilfe lustiger gestalten, einen verstörten demenzkranken Menschen beruhigen, gelangweilte Teenies interessieren? Es hat sich gezeigt, dass Puppen – wenn sie gut gespielt und bewußt eingesetzt werden – es schaffen, diese schwierigen Aufgaben zu lösen.

Durch viel Probieren und Erforschen lernten die engagierten TeilnehmerInnen die Welt der Puppen kennen und entwickelten sympathische, freche, witzige und fröhliche Wesen, die sie als Partner in ihrer Arbeit begleiten können. Bei viel gemeinsamem Spass, Sonnenschein und leckerem Essen verflog die Zeit wie im Flug. Wir hätten gerne noch weiter gespielt. Aber da hilft nur eins: wir werden uns wieder treffen und dann Gelegenheit haben, die gemachten Erfahrungen auszutauschen und neue Möglichkeiten zu entdecken.

Seminar „Die Puppe als Partner – Vertiefung“ in Beutelsbach

 

Für alle diejenigen, die bereits das Grundlagenseminar „Die Puppe als Partner“ mitgemacht haben und bereits Puppen in der Kommunikation mit demenzkranken Menschen einsetzen, bietet Monika Amann vom Landratsamt Rems-Murr regelmäßige Vertiefungskurse an, die gerne in Anspruch genommen werden. In Beutelsbach bei Stuttgart trafen wir uns wieder mit einigen sehr engagierten Damen und ihren bereits in der Praxis erprobten Puppen.

Das Thema, das wir näher betrachtet haben, war der Umgang mit verschlossenen, in sich gekehrten Menschen. Wir haben verschiedene Wege ausprobiert, wie unser Spiel mit einer Puppe zum „Türöffner“ werden kann, wie es Interesse wecken und eine Reaktion hervorrufen kann. Dabei untersuchten wir auch, welche Charaktere, welche Themen und welche Aktionen dabei besonders erfolgversprechend sind.

Aufgrund der vielseitigen Erfahrungen und der Spielfreude der Teilnehmerinnen entstand ein gemeinsamer Schatz von Spielideen, die nun einen Zugang zu Menschen schaffen können, wenn man mit den bisherigen Kommunikationsmethoden nicht mehr weiterkommt. Ein wichtiges Ergebnis dieses Kurses war auch die Erkenntnis, dass sich die Betreuerinnen durch das Spiel mit der Puppe auf sich selbst besinnen  und damit ruhige Inseln in ihrem Pflegealltag schaffen können.

Alle gingen mit neuen Ideen und gestärktem Mut. Ich bin gespannt auf die Geschichten, die sie beim nächsten Mal erzählen.

Seminar „Die Puppe als Partner“ in Aachen

 

Auf Einladung von Sabine Nolden reiste ich Anfang Juni ins schöne Aachen. In ihrem Unternehmen „FORT.e – Fortbildung effektiv“ bietet sie regelmäßig Kurse für alle Berufsgruppen an, die demenzkranke Menschen betreuen. Unser Thema an diesem ersten sonnigen Wochenende war natürlich „Die Puppe als Kommunikationspartner“. Wir trafen uns in der Nadelfabrik, eine riesige ehemalige Fabrikanlage, die umfangreich saniert wurde und jetzt zahlreiche Einrichtungen beherbergt. Wir hatten gleich eine ganze Etage für uns allein, unter anderem einen großen, hellen Seminarraum, dessen eine Fensterseite zu einem großen Park schaut. Hier tummelten sich bei den hochsommerlichen Temperaturen viele Familien mit Kindern, deren Rufen und Lachen uns begleitete. Das waren natürlich sehr gute Arbeitsbedingungen.

Angenehm überrascht war ich auch von den teilnehmenden Frauen aus Aachen und sogar aus dem benachbarten Belgien, die nach und nach eintrafen. Die Atmosphäre war geprägt von großer Achtung und Neugier den anderen gegenüber. Obwohl es große Altersunterschiede gab, wirkte die Gruppe von Anfang an so, als würden sich alle schon lange kennen. In den kurzen Spielszenen, die wir mit den Puppen entwickelten, war deutlich zu spüren, wieviel Erfahrungen diese Frauen mitbrachten und wie gut sie sich in die Menschen, die sie betreuen, hineinversetzen konnten. Es gehörte zu ihrem Alltag, sensibel, spontan und mit einer großen Portion Humor auf alle möglichen Situationen zu reagieren. Das waren ideale Voraussetzugen, um mit Puppen zu arbeiten und ihr Potenzial zu entdecken. Es war ein tolles Seminar, und ich bin sicher, dass in vielen Tageseinrichtungen und Seniorenhäusern nun einige ganz neue und quicklebendige Wesen auftauchen, die den Alltag der Besucher und Bewohner bereichern und ihnen so manches Schmunzeln entlocken. Ein dickes Dankeschön an Sabine Nolden für die perfekte Organisation!

Seminar „Die Puppe als Partner“ in Herrenberg

 

Im Mai 2013 fand in Herrenberg das Treffen der AmateurpuppenspielerInnen statt. Es gab anregende Aufführungen, verschiedene Kursangebote und interessante Begegnungen. Zu dem Thema „Puppen in der Kommunikation mit demenzkranken Menschen“ war ich als Dozentin eingeladen. Ich hatte Glück: meine Teilnehmerinnen waren alle sehr engagiert und neugierig. Die kleine Gruppe ermöglichte es, dass wir 3 Tage lang intensiv arbeiten und auch individuelle Bedürfnisse berücksichtigt werden konnten. Es war toll zu sehen, mit wieviel Spass und Experimentierfreude meine „Mädels“ bei der Sache waren. Einigen hat es so gut gefallen, dass sie sich gleich für weitere Seminare bei mir angemeldet haben. Das freut mich natürlich ganz besonders. Also, auf ein baldiges Wiedesehen!