Seminar „Die Puppe als Partner“ in Aachen

 

Auf Einladung von Sabine Nolden reiste ich Anfang Juni ins schöne Aachen. In ihrem Unternehmen „FORT.e – Fortbildung effektiv“ bietet sie regelmäßig Kurse für alle Berufsgruppen an, die demenzkranke Menschen betreuen. Unser Thema an diesem ersten sonnigen Wochenende war natürlich „Die Puppe als Kommunikationspartner“. Wir trafen uns in der Nadelfabrik, eine riesige ehemalige Fabrikanlage, die umfangreich saniert wurde und jetzt zahlreiche Einrichtungen beherbergt. Wir hatten gleich eine ganze Etage für uns allein, unter anderem einen großen, hellen Seminarraum, dessen eine Fensterseite zu einem großen Park schaut. Hier tummelten sich bei den hochsommerlichen Temperaturen viele Familien mit Kindern, deren Rufen und Lachen uns begleitete. Das waren natürlich sehr gute Arbeitsbedingungen.

Angenehm überrascht war ich auch von den teilnehmenden Frauen aus Aachen und sogar aus dem benachbarten Belgien, die nach und nach eintrafen. Die Atmosphäre war geprägt von großer Achtung und Neugier den anderen gegenüber. Obwohl es große Altersunterschiede gab, wirkte die Gruppe von Anfang an so, als würden sich alle schon lange kennen. In den kurzen Spielszenen, die wir mit den Puppen entwickelten, war deutlich zu spüren, wieviel Erfahrungen diese Frauen mitbrachten und wie gut sie sich in die Menschen, die sie betreuen, hineinversetzen konnten. Es gehörte zu ihrem Alltag, sensibel, spontan und mit einer großen Portion Humor auf alle möglichen Situationen zu reagieren. Das waren ideale Voraussetzugen, um mit Puppen zu arbeiten und ihr Potenzial zu entdecken. Es war ein tolles Seminar, und ich bin sicher, dass in vielen Tageseinrichtungen und Seniorenhäusern nun einige ganz neue und quicklebendige Wesen auftauchen, die den Alltag der Besucher und Bewohner bereichern und ihnen so manches Schmunzeln entlocken. Ein dickes Dankeschön an Sabine Nolden für die perfekte Organisation!

2 Gedanken zu “Seminar „Die Puppe als Partner“ in Aachen

  1. Liebe Ellen,

    durch Sabine bin ich auf diese Seite hier gekommen und habe ganz neugierig auch über die anderen Veranstaltungen gelesen. Ja, das Seminar in Aachen war wirklich ein Erlebnis. Die Puppe arbeitet sich langsam bei mir ein. Ich bin ja noch ein wenig schüchtern, aber die Lissi gibt keine Ruhe. Sie fährt im Auto mit zu den Klienten und bekommt die Aufmerksamkeit, die sie braucht von ganz allein. Ich habe mich aktuell zur Gruppenleiterin für Demenzsportgruppen ausbilden lassen und werde die junge Dame über die Bewegung ins Spiel bringen. Du hast mir Mut gemacht. Dankeschön. Einen schönen Sommer aus Aachen von Claudia

  2. Liebe Ellen,
    herzlichen Dank für Dein inspirierendes Seminar! Es war zum einen sehr eindrucksvoll anzusehen, wie 10 Frauen, die in unterschiedlichen Zusammenhängen mit Menschen mit Demenz arbeiten, neue Wege der Kommunikation entdecken konnten. Zum anderen war es einfach nur toll, wie sehr alle ihre Kreativität entdeckt und mit „Herzblut“ gefüllt haben! Du hast Dein Wissen und Deine Erfahrung toll vermittelt und uns Mut gemacht, neue Dinge im Arbeitsalltag auszuprobieren! Bislang habe ich schon Rückmeldungen erhalten, dass diese Erfahrungen von einigen Teilnehmerinnen in der Praxis mit Menschen mit Demenz eingesetzt werden und Puppen die Kommunikation lebendiger gestalten! Ich wünsche mir noch viel mehr davon!!!

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